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Abmarsch für Prinz Karneval: Die Prinzen-Garde in Köln

Schon seit über 100 Jahren ist die Prinzen-Garde fester Bestandteil des jährlichen Karnevalstreibens in Köln. Sie marschieren, fahren und reiten Rosenmontag durch die Kölner Straßen und stehen dem Prinz Karneval beschützend zur Seite. Sie begleiten ihn und verhelfen ihm auf jecke Karnevals-Art und Weise zu Ruhm und Ehre.

So wie in alten Zeiten die Kölner Funken, deren Name sich aus ihrer roten Uniform ergab, dient die Prinzengarde dem Prinz Karneval als Leib-Wacht, mal zu Fuß und mal zu Pferde. In ihren einheitlichen, farbenprächtigen Uniformen üben sie jedoch auch eine schmückende Funktion aus im ganzen Karnevalstrubel: Wegen ihrer weißen, mit rot abgesetzten, Uniformen werden sie von den Kölnern auch liebevoll "Mählsäck" (Mehlsäcke) genannt.

Die Gründung der Prinzengarde ist auf das Jahr 1906 festzusetzen. Vier Jahre zuvor wurde die Ehrengarde gegründet, um den Bauern und die Jungfrau des Kölner Dreigestirns an Karneval gebührend zu begleiten. Um auch dem Prinzen eine würdevolle Begleitgruppe zur Seite zu stellen, trat die Prinzen-Garde 1906 unter ihrem Präsidenten Carl Bormkessel zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf.

Die Prinzen-Garde besteht aus etwa 450 Mitgliedern, die alle einem von insgesamt vier Korpsteilen angehören. Die Unteroffiziere des Fußkorps sind an ihren goldfarbenen Helmen, die Offiziere an silberfarbenen Helmen gut wieder zu erkennen. Das Reiterkorps nimmt am Rosenmontagszug als berittene Einheit teil. Das Reservekorps besteht aus Mitgliedern, die langjährig an den karnevalistischen Veranstaltungen teilgenommen haben. Und schließlich können Mitglieder, die die Prinzen-Garde in erster Linie finanziell unterstützen wollen, in das Corps à la suite eintreten. Sie können an allen Veranstaltungen der Prinzen-Garde teilnehmen, sind aber nicht verpflichtet. Na dann, auf in den Karnevalskampf, all ihr Jecken, und Alaaf!

Quelle: prinzen-garde.de
Bild: Florian Seiffert (Flickr)

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