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Da wird zu Karneval das Tanzbein geschwungen: Funkenmariechen

Die Funkenmariechen - auch Tanzmariechen genannt - dürfen heute auf keinem Karnevalsumzug oder karnevalistischen Versammlung fehlen. Sie geben ihre akrobatischen Tanznummern zum Besten und halten das närrische Volk bei ausgeklassener Schunkel- und Tanzlaune.

Die Rolle des Funkenmariechens geht historisch auf eine alte Tradition der Soldaten zurück, die früher in roten Uniformen die Stadt überwachten. Sie wurden aufgrund ihrer Uniformfarbe "Funken" genannt.

Die Funkenmariechen waren in früheren Zeiten auch keine Frauen, sondern männlichen Geschlechts. Erst nach und nach wurden Frauen hinzugezogen, um in Gruppen oder als Solotänzerinnen zu Marsch- und Polkamusik auf den Karnevalsveranstaltungen das Tanzbein zu schwingen.

Unverkennbar ist das typische Karnevalsoutfit eines jeden Funkenmariechens: Es besteht aus einer weissen Lockenperücke, weissen Handschuhen, einer Uniformjacke und -hut, dazu ein recht kurzer, plissierter Rock, einer weissen Strumpfhose, Spitzen- oder Rüschenhöschen und einem Ballettbody.

Tanzmariechen findet man heute in nahezu jedem Karnevals-, Fasching- und Fasnachtsverein in Deutschland. Im karnevalistischen Tanzsport werden sogar regionale, Landes- oder Deutsche Meisterschaften unter den Tanzmariechen in Gruppen oder als Solotanz ausgetragen.

Quelle: koelner-karneval.info, waswiewo.com
Bild: The Brain2007 (Flickr)

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