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Hüpfschritte zu Karneval: Der Narrensprung der schwäbisch-alemannischen Fasnet

Am Rosenmontag findet in Süddeutschland kein Karnevalsumzug statt... Hier heißt die jecke Parade "Narrensprung", zu dem sich im schwäbisch-alemannischen Raum jedes Jahr in der Karnevalszeit die Narren zusammenfinden und ausgelassen durch die Straßen ziehen.

Neben der örtlichen Narrenzunft, die den Umzug ausrichtet, nehmen weitere Zünfte aus Nachbarorten und aus der Narrenvereinigung am Narrensprung teil. Eine Ausnahme machen die Narrensprünge in Rottweil, an denen nur die Figuren der örtlichen Narrenzunft teilnehmen. Der Rottweiler Narrensprung ist neben dem Oberndorfner einer der Größten und Spektakulärsten der Schwäbisch-alemannischen Fasnet.

Traditionell laufen die teilnehmenden Narren der Zünfte nach einem Aufstellungsplan hintereinander durch die Straßen, verkleidet mit ihren "Häs" (Kostümen) und handgemachten Holzmasken in Form von traditionellen Dämonen- oder Narrenfiguren aus dem Mittelalter.

Sie bewegen sich zum Rhythmus des Narrenmarsches und machen unter dem traditionellen Ruf "Narri, Narro" mit Holzrasseln, Rollen, Schellen und Peitschen dazu einen Höllenlärm. Die Narren werden auch oft von Schalmeienkapellen und Guggenmusikern begleitet und nach Ende des Umzugs findet in den Straßen und Wirtshäusern häufig ein großes Narrentreiben statt.

Der Name lässt sich aus dem federnden Hüpfschritt der tanzenden Narren herleiten. Vor allem die glockentragenden Maskenfiguren springen oder hüpfen oft zur Musik in Form bestimmter Narrenmärsche mit unterschiedlichen Tanzschritten und musikalischen Kompositionen.

An den Tagen vor und nach dem Rosenmontags-Narrensprung finden für die Tausenden von Narren Fasnets-Veranstaltungen statt wie Fackelumzüge, Narrentänze, Narrenmusik und Narrenbräuche sowie ein Närrischer Wochenmarkt.

Quelle: swr.de, dw-world.de
Bild: krossbow (Flickr)

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