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Karneval im Hühnerstall: Die Höhner

Höhner sind im Kölner Raum mittlerweile vor allem zu Karneval in aller Munde: Zu ihren fröhlichen Mundart-Liedern wird ausgelassen geschunkelt, auf den Tischen getanzt und gesungen bis in die frühen Karnevalsmorgenstunden. Karneval ohne Höhner ist fast so wie Köln ohne "d'r Dom"!

Im Jahre 1972 wurde die Kölner Band zunächst unter dem Namen Ne Höhnerhoff (hochdeutsch: Ein Hühnerhof) gegründet. Mit Ihrer Musik erspielten sie sich schnell viele Freunde und Fans im Kölner Raum. In den ersten Jahren traten die Bandmitglieder sogar in Hühnerkostümen auf, und nach den Auftritten sah es auf den Bühnen immer aus wie in einem richtigen Hühnerstall, denn die echten Federn lösten sich von den Kostümen. 1975 legte die Band ihre tierische Gestalt dann ab und wanderte fortan mit dem geänderten Namen "De Höhner" (hochdeutsch: Die Hühner) von Auftritt zu Auftritt.

Vor allem in der Karnevalswelt sind die Höhner bekannt wie bunte Hunde. Wer kennt sie nicht, die Karnevalshits wie "Pizza wundaba", "Kumm los mer fiere" und "Viva Colonia"? Die Karnevalsklassiker "Blootwoosch Kölsch un e lecker Mädche" und "Ich ben ne Räuber" aus den 70er Jahren stammen aus den ersten veröffentlichten Alben der Band und brachten ihr den endgültigen Durchbruch.

Im Jahre 1986 wurde der Wegfall "De" aus dem Namen der Band beschlossen und die Höhner sangen seitdem neben den vielen Texten im Kölner Dialekt auch hochdeutsche Stücke. Auch widmeten sie dem Fussballclub 1. FC Köln viele Lieder, und mit "Mir stonn zu dir, FC Kölle" sang sich die Gruppe in die Herzen der Kölner Fußballfans. Noch heute wird das Lied bei Heimspielen im RheinEnergiestadion gespielt und von tausenden Kölner Fans mitgeschmettert.

Der Anfang des neuen Jahrtausends gestaltete sich für die Höhner mehr als turbulent: Ihr Album "Best of - 25 Jahre" wurde für den Musikpreis Echo in der Kategorie "Gruppe des Jahres national" nominiert. Außerdem erhielten sie ihre erste Goldene Schallplatte für den Karnevalsohrwurm "Die Karawane zieht weiter". Schließlich starteten sie die Zusammenarbeit mit dem Kölner Circus Roncalli und unter dem Titel "Höhner Rockin' Roncalli Show" tourt die sechsköpfige Gruppe seitdem mit dem Zirkus durch Deutschland.

Eins steht jedenfalls fest: Bei Henning Krautmacher, Hannes Schöner, Jens Streifling, Peter Werner, Janus Fröhlich und Ralf Rudnik handelt es sich um wahre musikalische Überzeugungstäter, die mit ihren Liedern den Fans die rheinländische Frohnatur und die offene Bekenntnis zur Feierlaune vermitteln und sie damit regelrecht anstecken: Na, und "Wenn Nicht Jetzt Wann Dann"? (Platz 1 der Verkauftshitparade Media Control 2007)

Quelle: hoehner.com, rp-online.de
Bild: sabinche (Flickr)

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