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Kölner Dreigestirn: Prinz Karneval und seine Gefährten

Der Kölner Karneval steht vor der Tür – angeführt wird diese närrische Bewegung von dem sogenannten Dreigestirn! Das Trio besteht aus dem Prinz Karneval, dem Bauern und der Jungfrau, die jedes Jahr an Weiberfastnacht den Straßenkarneval eröffnen und anführen und somit die höchsten Repräsentanten des Karnevals sind. Im Volksmund heißen die drei auch Trifolium.

Im 19. Jahrhundert ist diese Kölner Tradition entstanden und wird seitdem von den unterschiedlichen Karnevalsvereinen in der rheinischen Metropole weitergeführt. Die wichtigste Figur des Dreiergespanns ist der Prinz Karneval, seine Tollität, der bereits im Januar vom Oberbürgermeister der Stadt bei der Proklamation sein Arbeitswerkzeug, die Pritsche, bekommt, mit der er beim Rosenmontagsumzug seine närrischen Untertanen in Zaum halten soll. Begleitet wird er dabei sowohl von der Prinzen Garde Köln 1906 und der Ehrengarde der Stadt Köln.

Immer an seiner Seite sind – wie gesagt – der Bauer, 'Seine Deftigkeit', und die Jungfrau, 'Ihre Lieblichkeit'. Der Bauer, der die Schlüssel der Stadt Köln an seinem Gürtel trägt, steht für die Unbesiegbarkeit der Stadt und die 125 Pfauenfedern auf seinem Hut symbolisieren ihre Unsterblichkeit. Die Jungfrau soll die mütterliche Seite der Stadt repräsentieren: Ihr Gewand ist dem der römischen Kaiserin Agrippina der Jüngeren nachempfunden, die die Stadt Köln gegründet haben soll. Die Krone auf ihrem Haupt steht hingegen für die Uneinnehmbarkeit der Stadt. Außerdem interessant: Die Jungfrau wird immer von einem Mann dargestellt, dem es verboten ist einen Bart oder Schnauzer zu tragen.

Quelle: wikipedia.org
Bild: RuckSackKruemel (Flickr)

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