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Närrisch-schöne Fleißarbeit: Karnevalsmaskerade für die Umzugswagen

Mit Werkzeug, Farben und verschiedenen Materialien bewaffnet, machen sich viele Karnevalsjecken jedes Jahr schon frühzeitig an die Arbeit, ihre ausgefallenen Wagen für die anstehenden Karnevalsumzüge zu gestalten.

Hilfe dabei bieten viele mehrtägige Workshops, Lehrgänge und Schulungen, bei denen erfahrene Wagenbaumeister ihre Tipps und Tricks an die Lehrlinge weitergeben. Denn es ist bekanntlich ja noch kein Meister vom Himmel gefallen: Um einen stattlichen Umzugswagen selbst zu kreieren, bedarf es viel Geduld, Zeit und närrischen Spaß am Basteln.

Von der Planung bis zum fertigen Wagen ist es ein langer Weg. Das Motiv muss schon im Vorfeld festgelegt werden und auf einfache Weise umsetzbar sein. Jeder Großwagen darf zudem aus Sicherheitsgründen maximal 3,60 Meter hoch und 2,50 Meter breit sein, und er muss hinten über eine Beleuchtung verfügen. Das Motiv muss also an diese Richtlinien genau angepasst werden.

Beim Wagenbau dann treffen Handwerk und Kreativität aufeinander und müssen perfekt miteinander verbunden werden. Das bedeutet Fleißarbeit: Nachdem man sich für ein Motiv im Vorfeld entschieden hat und das Gerüst fertig gestellt wurde, wird mit einer Menge Leim das Blumenpapier angebracht. Erst, wenn es gut getrocknet und ausgehärtet ist, kann die erste von vielen weiteren Farbschichten aufgetragen werden. Stück für Stück wächst die Karnevalsfigur dann und gibt dem Wagen langsam aber sicher eine närrische Persönlichkeit.

Und auch der Spaß bleibt schon beim Wagenbau nicht aus: zwischen Farbtopf und Papierstapel kann auch so manche Bierflasche zum Vorschein kommen, und das nicht nur zum Durstlöschen - der Gerstensaft bietet sich hervorragend als Farbverdünner an! Na dann "Prost" und Frohes Gelingen an alle Karnevalsbastler!

Quelle: muensterlandzeitung.de, ruhrnachrichten.de
Bild: Roadrunner38124(Flickr)

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