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"Stänkern" und Schunkeln bis zum Umkippen: Stunksitzung in Köln

Zu Karneval wird kein Blatt vor den Mund genommen, keine Parodie ausgelassen, keine politisch angehauchte Provokation als Programmpunkt gestrichen: Auf der Stunksitzung in Köln wird besonders närrisch gefeiert und seit 25 Jahren Karneval, Kabarett und Musik miteinander vereint.

Die Stunksitzung ist eine alternative Karnevalssitzung mit kabarettistischem Charakter, und eine so genannte Gegenveranstaltung zu den Prunksitzungen des organisierten Sitzungskarnevals. Der Ausdruck "Stunk" spielt auf eine Abwandlung zu Gestank an und steht für Provokation und karnevalistische Ironie.

Die Programmpunkte reichen von Themen der Weltpolitik über die deutsche, aktuelle Politikszene bis zu Kölner Lokalthemen. Bekannte Filme, klassische Musik und Lieder werden zumeist im Kölner Dialekt verspottet. Vor allem Politiker, die Bundeswehr und die katholische Kirche, aber auch traditionelle Karnevalsgesellschaften wie das Kölner Dreigestirn und die Roten Funken sind beliebte Spottziele der Stunksitzung. Sie werden in Sketchen und artistischen Nummern auf den Arm genommen und sorgen jedes Jahr für viele Lachtränen unter den närrischen Zuschauern.

Seit den leicht chaotischen Anfangsveranstaltungen in der Studiobühne der Alten Kölner Mensa ist die Stunksitzung mittlerweile zu einer gut organisierten und beliebten Großveranstaltung geworden. Seit 1991 findet sie jedes Jahr im Kölner E-Werk statt. Hausband der Stunksitzung ist seit 1988 schon die "Köbes Underground", zu deren komischen Liedern die karnevalistische Gesellschaft jedes Jahr bis in die späten Stunden ausgelassen schunkelt und tanzt! Also dann heißt es wohl auch dieses Jahr wieder: Kölle Alaaf und es lebe die "Stunkfreiheit"!

Quelle: wdr.de, stunksitzung.de
Bild: olli_steinmann (Flickr)

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